Was auch immer ihr vorhabt, bitte lernt aus meinem kolossalen Fehler: Versucht niemals, den Südgrat-Wanderweg der Ashlyn Peaks mit einem sechs Monate alten Baby im Sternzeichen Zwilling vor der Brust zu erklimmen, während ihr eine billige, luftundurchlässige Fake-Lululemon-Leggings tragt. Es endet in Scheuerstellen und Tränen. Hauptsächlich euren eigenen.

Exhausted mom sweating on Ashlyn Peaks trail with baby gemini in carrier

Es war 6:45 Uhr am Morgen. Der Schotter auf dem Wanderparkplatz blendete bereits grell. Ich versuchte verzweifelt, drei verschiedene Sorten Feuchttücher in einen viel zu kleinen Rucksack zu stopfen, während mein Mann Dave in einem makellosen, cremefarbenen Fleecepullover dastand und an seinem Iced Americano nippte. Wer trägt bitte Creme im Wald, wenn ein Baby dabei ist? Ein Mann, der nicht vorhat, das Baby zu tragen, ganz genau. Wie dem auch sei, der Punkt ist: Ich schwitzte bereits durch mein graues T-Shirt, und mein kleines Baby G hatte noch nicht einmal mit seinem täglichen Wutanfall begonnen.

Die gespaltene Persönlichkeit eines Sommerkindes

Man sagt ja, Astrologie sei nur ein Spaß, aber ich sage euch: Ein Zwillinge-Baby zu haben bedeutet, mit einem winzigen, entzückenden Diktator zusammenzuleben, der alle dreieinhalb Sekunden seine Meinung ändert. Leo ist ein absolutes Vorzeige-Juni-Baby. In der einen Minute gurrt er glücklich einen Tannenzapfen an, völlig fasziniert von der Magie der Natur, und in der buchstäblich nächsten Sekunde macht er einen Buckel wie eine wütende Wildkatze, weil der Wind seine Haare in die falsche Richtung geweht hat.

Es ist unfassbar anstrengend. Ich verbringe den halben Tag nur damit zu erraten, mit welcher Version meines Kindes ich es gerade zu tun habe. Stier-Babys schlafen und essen einfach nur, was für mich wie ein absoluter Traum klingt. Aber nein, ich musste ja ein wahnsinnig meinungsstarkes Luftzeichen auf die Welt bringen, das nach ständiger, abwechslungsreicher Unterhaltung verlangt.

Ihn also für eine zweistündige, steile Wanderung in eine einengende Babytrage zu stecken, war im Nachhinein betrachtet eine absolute Schnapsidee. Er fand es für exakt vierzehn Minuten toll. Dann war das Neue verflog, die Sonne kam heraus, und er beschloss, dass es eine Verletzung seiner Menschenrechte darstellte, an meinen verschwitzten Oberkörper geschnallt zu sein.

Dave und seine nutzlosen Wandertipps

Wir erreichten die erste große Serpentine der Ashlyn Peaks, und ich atmete bereits wie ein Mops auf dem Laufband. Dave, der aus reinem Spaß Marathons läuft, weil er ein Masochist ist, schaute immer wieder zurück und rief: „Es sind doch nur ein paar Höhenmeter, Sarah! Kurze, schnelle Schritte!“

Dave and his useless trail advice — My Chaotic Baby Gemini Hiking Story On The Ashlyn Peaks Trail

Ich hätte ihm am liebsten meine Wasserflasche an den Kopf geworfen.

Es ist verdammt schwer, kurze, schnelle Schritte zu machen, wenn man knapp zehn Kilo wütendes Baby vor die Brust geschnallt hat, das einem rhythmisch in die Blase tritt. Ich hatte mir extra ein paar ästhetische kleine Snacks für den Gipfel eingepackt – wunderschöne kleine Mini-Romanasalat-Schiffchen mit Hähnchensalat, die bestimmt SO erfrischend gewesen wären. Allerdings wurden sie gerade unter dem Gewicht von drei Ersatzbodys ganz unten in der Wickeltasche zu grünem Brei pulverisiert. Daran war überhaupt nichts mehr ästhetisch. Ich war nur noch ein verschwitztes, wütendes Packeselchen.

Die mysteriöse Wissenschaft winziger Ohren

Etwa auf halber Höhe des Kamms steigerte sich Leos Quengeln in ein so schrilles, panisches Kreischen, dass es von den Felsen widerhallte und wahrscheinlich jeden Vogel im Umkreis von acht Kilometern verscheuchte. Ich geriet in Panik.

Mein Kinderarzt, Dr. Thomas, der wirklich fabelhaft ist, aber immer super schnell spricht und wild gestikuliert, hatte bei der U4-Untersuchung irgendwas von Innendruck im Ohr gemurmelt. Er meinte, Babys könnten in großen Höhen nicht einfach Kaugummi kauen, um den Druckausgleich zu machen. Und irgendwas darüber, dass ihre Eustachische Röhre horizontal verläuft? Oder war es vertikal? Schaut, ich bin definitiv keine Biologin, und ich habe bei der Erklärung ehrlich gesagt ein bisschen abgeschaltet. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er meinte: Wenn man ein Baby auf einen echten Berg schleppt, richtet der wechselnde Luftdruck in ihren kleinen Köpfchen absolutes Chaos an.

Ich versuchte, ihm einen Schnuller in den Mund zu stecken, damit er schluckt. Aber er spuckte ihn so aggressiv aus, dass der Schnuller schnurstracks in eine Schlucht hüpfte und auf Nimmerwiedersehen verschwand. Perfekt. Einfach perfekt.

Was wirklich in den Rucksack gehört

Früher habe ich immer das halbe Kinderzimmer in eine Tasche gepackt, war geradezu besessen vom Wetterbericht und habe krampfhaft versucht, auf der Wanderung einen strengen Schlafenszeit-Plan einzuhalten – was ehrlich gesagt einfach nur dazu führte, dass alle schlechte Laune hatten. Man braucht wirklich nur ein paar absolute Lebensretter, alles andere ist nur unnötiger Ballast.

What to actually shove in your backpack — My Chaotic Baby Gemini Hiking Story On The Ashlyn Peaks Trail

Wenn ihr auch verzweifelt versucht herauszufinden, wie man diese winzigen Menschen für draußen anziehen soll, ohne dass sie entweder überhitzen oder erfrieren, solltet ihr vielleicht mal in Kianaos Bio-Babykleidung-Kollektion nach atmungsaktiven Basics stöbern. Naturfasern sind ein echter Gamechanger, wenn man draußen ins Schwitzen gerät.

Für meine ältere Tochter, Maya, hatte ich zum Beispiel vor zwei Jahren den Bio-Baumwoll-Babybody mit Flatterärmeln für einen deutlich flacheren Naturspaziergang gekauft. Versteht mich nicht falsch, er ist unfassbar süß. Die Bio-Baumwolle ist super weich und sie sah etwa zehn Minuten lang aus wie eine kleine Waldfee. Aber ganz ehrlich? Die gerüschten Ärmel haben sich unter den Trägern der Babytrage so schrecklich zusammengeknüllt, und der Schmutz schien sich wie ein Magnet auf den Stoff zu heften. Am Ende hatte sie durch die Reibung ganz rote Flecken an den Schultern. Es ist ein wunderschönes Outfit für Fotos bei einem Familienpicknick, aber absolut unpraktisch, wenn man ein Kind durch den Wald schleppt. Verzichtet draußen lieber auf die Rüschen und haltet es simpel.

Silicone panda teether saving the day on a hiking trip

Was mich eigentlich davon abgehalten hat, auf dem Absatz kehrtzumachen und weinend zum Auto zurückzulaufen, war der Panda-Beißring. Leos obere Zähne brachen gerade durch – meine Kinder entscheiden sich IMMER für große, schmerzhafte Entwicklungsschübe, wenn wir meilenweit von zu Hause entfernt sind – und er versuchte ständig, aggressiv auf meinem Schlüsselbein herumzukauen.

Ich erinnerte mich daran, dass ich dieses flache Silikonding in Pandaform mit Bambus-Textur in die Gesäßtasche meiner Leggings gestopft hatte. Ich zog es heraus, wischte eine erschreckende Menge an Taschenflusen ab – ich habe es einfach an meiner Hose abgerubbelt, verurteilt bitte nicht meine Berg-Hygiene – und gab es ihm. Absolute, sofortige Stille. Das Ding ist irgendwie so perfekt geformt, dass sie es gut festhalten können, ohne es alle fünf Sekunden fallen zu lassen. Die Struktur an den Pfoten schien das geschwollene Zahnfleisch genau an den richtigen Stellen zu massieren. Ein echter Lebensretter.

Die süße Erlösung des Wohnzimmerbodens

Wir haben es dann doch noch nach oben geschafft. Ich habe meinen zermatschten Salatbrei gegessen, Dave hat ein Panoramafoto gemacht, und danach sind wir den Berg quasi wieder hinuntergerannt. Als wir den Abstieg endlich überlebt hatten, nach Hause gefahren waren und uns durch die Haustür geschleppt hatten, legte ich Leo sofort auf den Teppich unter seinen Regenbogen-Spielbogen aus Holz.

Ich brauchte einfach, dass er mal etwas anderes anschaut, während ich mir die Wanderschuhe von den Füßen pellte und meine Blasen begutachtete. Der baumelnde Spielzeug-Elefant faszinierte sein chaotisches kleines Gehirn lange genug, dass ich ein riesiges Glas Leitungswasser trinken und mich hinterfragen konnte, warum ich überhaupt jemals das Haus verlasse. Manchmal ist das Beste an einem Outdoor-Abenteuer einfach, wieder in der Klimaanlage zu stehen und für zwanzig Minuten ein Holzspielzeug die Erziehung übernehmen zu lassen.

Bevor ihr euch versehentlich selbst das Wochenende ruiniert, indem ihr ein wütendes Baby einen steilen Hang hinaufschleppt, stellt sicher, dass ihr auch wirklich die richtige Ausrüstung dabei habt. Legt euch diesen Panda-Beißring in den Warenkorb und besorgt am besten direkt noch ein paar vernünftige Klamotten, bei denen nichts reibt – denn ein schreiendes Baby auf einem Berg ist eine ganz besondere Art von Hölle.

Meine absolut unprofessionellen Wander-FAQs

Sind Zwillinge-Babys beim Wandern wirklich schlimmer?
Also, wissenschaftlich gesehen? Wahrscheinlich nicht. Aber nach meiner völlig subjektiven Erfahrung: Ja. In der einen Minute ist mein Kind von einem Blatt total begeistert, und in der nächsten fühlt es sich allein vom Konzept „frische Luft“ persönlich angegriffen. Es ist dieses ständige emotionale Schleudertrauma, das einen auf einer langen Wanderung die letzte Energie raubt. Man kann einfach nicht erwarten, dass sie die ganze Zeit durchschlafen.

Sind die Ashlyn Peaks sicher für ein Baby in der Trage?
Schaut, die Leute machen das ständig. Aber der Südgrat wird extrem steil, und wenn man ein kaputtes Knie oder rutschige Turnschuhe hat, wird es schnell grenzwertig. Wir haben überlebt, aber ein entspannter Sonntagsspaziergang war das definitiv nicht. Bleibt besser auf dem unteren Rundweg, wenn euch eure geistige Gesundheit lieb ist und ihr nicht sofort eure Klamotten durchschwitzen wollt.

Wie geht man mit einer übergelaufenen Windel auf der Wanderung um?
Mit purer Panik und einer absurden Menge an Feuchttüchern. Wir mussten Leo auf Daves sündhaft teure Fleecejacke legen, weil der Boden quasi nur aus scharfen Steinen und Dreck bestand. Packt schmutzige Windeln immer in zwei Müllbeutel – zum einen, weil es Bären gibt, und zum anderen, weil mein Auto schon schlimm genug riecht, ohne dass im Kofferraum eine aufgewärmte Windel vor sich hin dünstet.

Funktionieren diese Silikon-Beißringe wirklich auch draußen?
Die flachen ja! Ich würde nichts Schweres oder Rundes mitnehmen, das unweigerlich von einer Klippe rollt, wenn sie es fallen lassen. Der Panda, den ich erwähnt habe, ist flach genug, um ihn einfach in die Tasche zu schieben. Deshalb ist er auch der Einzige, den ich überhaupt noch mit nach draußen nehme. Macht euch nur darauf gefasst, gelegentlich mal ein bisschen Wanderstaub davon abwischen zu müssen.