Da saß ich also letzten Sonntag auf unserer großen Familien-Grillparty, balancierte mein sechs Monate altes Baby auf der Hüfte und versuchte gleichzeitig, mein Kleinkind vom Rasensprenger fernzuhalten, als die widersprüchlichen Ratschläge nur so auf mich einprasselten. Meine Mama – die Gute – meinte, ich solle seinen Schnuller einfach in Marmelade tauchen, damit er aufhört zu quengeln. Dann beugte sich meine Schwägerin rüber (die mal ein Auslandssemester in London gemacht hat und uns das bei jeder Gelegenheit unter die Nase reibt) und schlug vor, ihm ein britisches Fruchtgummi zum Lutschen zu geben. Schließlich hallte die Stimme meines Kinderarztes von unserem letzten Termin in meinem Kopf wider und warnte mich, dass alles Süße, Klebrige oder Zähe für ein Baby im Grunde ein One-Way-Ticket in einen zahnärztlichen und medizinischen Albtraum sei. Ich bin ganz ehrlich zu euch: Herauszufinden, was die Leute eigentlich meinen, wenn sie über dieses Zeug reden, während man selbst auf vier Stunden Schlaf läuft, reicht völlig aus, um sich in der Speisekammer verstecken zu wollen.
Später schreibe ich meiner Mama eine Nachricht, um das zu klären, und sie antwortet mit ihren üblichen, rasend schnell getippten Tippfehlern und fragt: "wie gehts dem babi mit den zähnen", bevor sie in die nächste Geschichte darüber abrutscht, wie mein Bruder in den Achtzigern nur mit Zuckerwasser überlebt hat. Dann finde ich auch noch eine alte Rezeptkarte von meiner Oma in einer Geschenkbox von der Babyshower, auf der buchstäblich "Süßes für das neue Babie" steht, samt Anleitung für hausgemachte Gelatine-Würfel. Es ist einfach nur anstrengend, das alles entschlüsseln zu wollen. Zwischen meinem kleinen Etsy-Shop, den nie kleiner werdenden Wäschebergen und der Aufgabe, drei winzige Menschen am Leben zu halten, habe ich einfach keinen Kopf für Rätsel. Also lasst uns die Karten auf den Tisch legen und über diese wackeligen, zuckrigen kleinen Tretminen sprechen.
Was wir eigentlich mit dem Wort meinen
Bevor wir überhaupt zu den beängstigenden Sicherheitsthemen kommen, müssen wir die große Übersetzungsverwirrung klären – denn das englische Wort "Jelly", das in all den Internet-Ratschlägen auftaucht, bedeutet drei völlig verschiedene Dinge, je nachdem, mit wem man spricht und wo man lebt. Wenn man in Großbritannien ist oder mit jemandem spricht, der in speziellen Süßwarenläden einkauft, sind diese kleinen Fruchtgummis in Menschenform gemeint. Die bestehen im Grunde aus purem Zucker und Gelatine, die in eine niedliche kleine Form gepresst wurden. Wenn man mit meiner Großmutter hier im ländlichen Texas spricht, meint sie Wackelpudding (Jell-O) – das wabbelige Dessert, das man bei Gemeindefesten mit dem Löffel isst. Und wenn man mit einer ganz normalen amerikanischen Mama spricht, die das Schulessen einpackt, meint sie den klebrigen Fruchtaufstrich, den man zusammen mit Erdnussbutter aufs Brot schmiert.
Es ist ehrlich gesagt verrückt, dass im Englischen genau dasselbe Wort für ein Fruchtgummi, ein Dessert und einen Brotaufstrich verwendet wird, aber so ist es nun mal. Das Problem ist: Wenn eine frischgebackene Mama nachts um zwei verzweifelt im Internet sucht, um herauszufinden, ob ihr Kind das Zeug essen darf, bekommt sie ein Sammelsurium an Ratschlägen, das nicht klärt, welches davon sie eigentlich direkt in die Notaufnahme schicken wird. Meine Kinderärztin hat mir das mal erklärt, und so wie ich das verstehe, tut keine dieser Optionen eurem Kind vor dem ersten Geburtstag auch nur irgendeinen Gefallen.
Warum mir bei Fruchtgummis das Blut in den Adern gefriert
Bei der Fraktion "Haben wir damals auch so gemacht und es hat uns nicht geschadet" reißt mir beim Thema Erstickungsgefahr völlig der Geduldsfaden. Mein Ältester ist mein wandelndes warnendes Beispiel für so ziemlich alles. Als er etwa zehn Monate alt war, hätte er sich fast an einem Stück Weintraube verschluckt, von dem ich geschworen hätte, ich hätte es klein genug geschnitten. Das waren die schrecklichsten zehn Sekunden meines ganzen Lebens, und es hat meine Sicht auf weiche, runde oder rutschige Lebensmittel komplett verändert. Die Süßigkeiten-Versionen dieser Dinge sind der reinste Albtraum, der nur darauf wartet, wahr zu werden.
Als meine Ärztin mit mir über die Gefahren für die Atemwege sprach, benutzte sie keine komplizierte medizinische Fachsprache. Sie sagte im Grunde nur, dass diese Fruchtgummis deshalb so extrem gefährlich sind, weil sie rutschig sind und ihre Form verändern. Wenn ein Baby oder Kleinkind so ein Ding unzerkaut schluckt, passt sich diese klebrige Gelatine buchstäblich perfekt an die Form ihrer winzigen Luftröhre an. Das erzeugt eine Art Vakuum, das man nicht einfach mit einem Klopfer auf den Rücken wieder herausschlagen kann. Allein der Gedanke daran lässt mir den Magen umdrehen.
Wenn ich eine Rangliste der Lebensmittel aufstellen müsste, die mir als Mutter von drei Kindern unter fünf Jahren absolute Panik einjagen, sähe sie ungefähr so aus:
- Ganze Weintrauben oder Kirschtomaten, die von extrem besorgten Eltern nicht in mikroskopisch kleine Scheibchen geviertelt wurden.
- Diese rutschigen kleinen Fruchtgummis, die so unschuldig aussehen, aber im Hals wie Sekundenkleber wirken.
- Rohe Würfel aus Dessert-Gelatine, die Mütter in Großbritannien anscheinend in konzentrierten Blöcken zum Backen kaufen.
- Würstchen, die in perfekt luftröhrengroße Kreise geschnitten sind.
Ich flehe euch an: Wenn jemand eurem Baby ein Fruchtgummi in die Hand drückt, lächelt einfach, sagt Danke und werft es sofort in den Müll, sobald die Person sich umdreht. Es ist die Panik einfach nicht wert.
Der große Zuckercrash vom letzten Dienstag
Selbst wenn man die Erstickungsgefahr ausblendet und sich nur die Variante als Fruchtaufstrich oder als Wackelpudding ansieht, prallen wir mit voller Wucht auf das Thema Zucker. Die großen Gesundheitsorganisationen raten uns, unseren Kindern vor dem zweiten Lebensjahr gar keinen zugesetzten Zucker zu geben. Das klingt ehrlich gesagt erst mal nach einem Haufen spaßbremsender Ärzte, die in einem Raum zusammensitzen – bis man wirklich mal miterlebt hat, wie ein Kleinkind nach einem massiven Zuckerrausch wieder runterkommt. Letzten Dienstag hat mein mittleres Kind tief in den Abgründen meines Minivans einen halb aufgegessenen Lutscher gefunden, und der darauf folgende Wutanfall, als die Zuckerwirkung nachließ, war so spektakulär, dass er mich fast den letzten Nerv gekostet hätte.

Diese handelsüblichen Fruchtaufstriche und Wackelpuddings sind vollgestopft mit Maissirup und Verdickungsmitteln, die (nach allem, was ich gelesen habe) sogar die Art und Weise stören können, wie ihre winzigen Körper wichtige Mineralien wie Eisen aufnehmen. Und bitte fangt gar nicht erst mit den zuckerfreien Versionen an, die voller künstlicher Süßstoffe stecken, die niemand aussprechen kann. Wir tun in diesem Haus einfach so, als ob es die gar nicht gäbe.
Wenn Babys durchs Zahnen oder von Zuckercrashes quengelig werden, fangen sie an zu schwitzen. Und die Sommer in Texas sind ohnehin schon brutal genug, da braucht man nicht noch ein unglückliches, klebriges Baby obendrauf. Meistens lasse ich meinen Jüngsten einfach nur in einem ärmellosen Baby-Body aus Bio-Baumwolle herumlaufen, wenn wir zu Hause sind. Ich bin ganz ehrlich: Babys hinterlassen Spucke und pürierte Erbsen auf absolut allem, was sie berühren. Da mag es auf den ersten Blick verrückt klingen, extra für Premium-Bio-Baumwolle zu zahlen. Aber dieser Body war für uns ein echter Lebensretter, weil er super dehnbar und atmungsaktiv ist, wenn meine Klimaanlage im Kampf gegen die August-Hitze aufgibt, und die Druckknöpfe reißen nicht schon nach drei Wäschen aus wie bei den billigen Sachen von den großen Kaufhausketten.
Wie wir mit schmerzenden Zahnfleisch umgehen (ohne das Süßigkeitenregal)
Viele dieser altmodischen Ratschläge, Babys etwas Süßes zum Kauen zu geben, stammen von Leuten, die einfach nur einem zahnenden Baby helfen wollen. Mein Ältester (die treue Seele) hat wirklich mal versucht, auf der Kante meines hölzernen Couchtisches herumzukauen, weil sein Zahnfleisch so weh tat und ich nicht das richtige Zeug zum Draufrumkauen für ihn da hatte. Die Leute sagen einem oft, man solle Fruchtgummis einfrieren oder süßen Sirup aufs Zahnfleisch reiben. Aber ich verspreche euch, es gibt einen besseren Weg, mit dem ganzen Sabber-Festival umzugehen, ohne ihnen schon Karies anzuzüchten, bevor sie überhaupt alle Zähne haben.
Das Beste, was ich gefunden habe – und das Einzige, was ich mittlerweile wirklich für jede Babyshower kaufe, zu der ich eingeladen bin – ist das Panda-Beißring-Kau-Spielzeug aus Silikon und Bambus. Ich liebe dieses Ding, weil es all diese kleinen, strukturierten Noppen hat, die genau den richtigen Punkt auf ihrem geschwollenen Zahnfleisch zu treffen scheinen. Man kann es einfach unter fließendem Wasser abwaschen, wenn sie es (wie es nun mal passiert) auf den Boden im Supermarkt gepfeffert haben. Außerdem kann man es in den Kühlschrank legen, damit es schön kühl wird, ohne dass den Kleinen gleich die Hände abfrieren, wie es bei einem Eiswürfel der Fall wäre. Es gibt ihnen genau diesen festen, leicht nachgebenden Widerstand, den sie suchen – ganz ohne den Zucker oder die Erstickungsgefahr einer Süßigkeit.
Wenn ihr gerade auch ein quengeliges, zahnendes Baby zu Hause habt und es satt seid, dass sie euch ständig in die Schulter beißen, solltet ihr euch vielleicht mal Kianaos Babypflege-Kollektion ansehen, bevor ihr komplett den Verstand verliert.
Der Erdnussbutter-Fruchtmatsch-Kompromiss
Wenn ihr nun versucht, dieses ganze "Erdnüsse rechtzeitig einführen"-Thema zu meistern, habt ihr wahrscheinlich schon mal überlegt, ein winziges PB&J (Erdnussbutter-Marmeladen-Brot) zu schmieren. Meine Ärztin riet uns, Erdnussbutter früh einzuführen, aber normale Marmelade ist für den Organismus eines sechs Monate alten Babys einfach viel zu süß. Anstatt also das Glas mit dem handelsüblichen Fruchtaufstrich aus dem Kühlschrank zu holen und es dick auf den Toast eures Babys zu streichen, schnappt euch einfach eine Handvoll frischer Himbeeren. Zerdrückt sie mit einer Gabel und beobachtet euer Kleines beim Essen genau – denn das gibt ihnen genau denselben fruchtigen Geschmack, aber ohne den Kater durch raffinierten Zucker.

Ja, es macht Dreck. Eure Küche wird aussehen wie ein Tatort. Aber es ist natürlich, voller Ballaststoffe und löst sich perfekt im Mund auf. Man kann diesen Fruchtmatsch sogar wunderbar in einfachen Naturjoghurt rühren. Die Kleinen bekommen die leuchtenden, bunten Farben und den süßen Geschmack, und ihr könnt nachts beruhigt schlafen, weil ihr wisst, dass ihr ihre brandneuen Zähnchen nicht ruiniert.
Ein kleiner Trick für die eigene geistige Gesundheit
Manchmal verspüren wir den Drang, ihnen etwas Süßes zu geben, nur weil wir verzweifelt fünf Minuten Ruhe brauchen, um eine Etsy-Bestellung zu verpacken oder ein Handtuch zusammenzulegen. Ich verstehe das, wirklich. Wenn mein Jüngster kurz vor einem Wutanfall steht und ich ihn einfach nur irgendwo sicher ablegen muss, damit ich durchatmen kann, greife ich nicht mehr zu Snacks. Ich lege ihn unter seinen Baby-Spielbogen aus Holz in die Ecke meines Arbeitsbereichs.
Daran hängen kleine Tierspielzeuge aus Holz und Stoff, und die Holzringe machen so ein richtig befriedigendes Klackgeräusch, wenn er danach patscht. Es ist keines dieser furchtbaren Plastikmonster, die grelle, blinkende, elektronische Musik spielen, bis die Batterien glücklicherweise irgendwann den Geist aufgeben. Es beschäftigt auf leise Weise seine Sinne und gibt ihm etwas, worauf er sich konzentrieren kann – und das nicht mein Hosenbein ist. Wenn er etwas Härteres braucht, worauf er herumkauen kann, während er dort liegt, gebe ich ihm die Bären-Beiß-Rassel. Das ist im Grunde ein kleiner gehäkelter Bär an einem glatten Holzring, der seinem Zahnfleisch eine ganz andere Art von Druck bietet.
Elternsein ist ohnehin schon schwer genug, ohne dass man auch noch entschlüsseln muss, welche zuckrigen Snacks das eigene Kind in Gefahr bringen. Bevor ihr euch also im Internet-Labyrinth aus Beikost-Ratschlägen und widersprüchlichen Meinungen der Großeltern verliert, schaut euch lieber Kianaos komplette Kollektion nachhaltiger Babyartikel an. Da könnt ihr wirklich ein gutes Gefühl bei dem haben, was ihr eurem Kind in die Hand gebt.
Häufig gestellte Fragen zu wabbeligen Snacks und Zucker
Kann ich meinem 8 Monate alten Baby ein Fruchtgummi geben, wenn ich es ganz klein schneide?
Ganz ehrlich: Ich würde es nicht riskieren. Selbst wenn man diese Fruchtgummis in mikroskopisch kleine Stücke schneidet, wird die Textur extrem klebrig, sobald sie sich mit dem Speichel vermischt. Sie können sich leicht in der Luftröhre verfangen oder in den neuen kleinen Zähnchen festkleben. Haltet euch lieber an Dinge, die sich leicht auflösen, wie Baby-Puffs, oder gebt ihnen einfach zerdrücktes, echtes Obst. Das bedeutet sehr viel weniger Stress.
Wie sieht es mit zuckerfreiem Wackelpudding für Babys aus?
Darüber habe ich auch nachgedacht, als ich versucht habe, Zucker zu vermeiden. Aber meine Ärztin hat mich im Grunde davor gewarnt. Die künstlichen Süßstoffe, die darin stecken, damit es schmeckt, sind für die winzigen, sich noch entwickelnden Verdauungssysteme nicht wirklich toll. Und nach allem, was ich so gelernt habe, können sie die Art und Weise durcheinanderbringen, wie Babys süße Geschmäcker zu verarbeiten lernen. Außerdem ist es letztlich nur buntes Wasser ohne jeglichen Nährwert. Da fahrt ihr mit einem selbstgemachten Smoothie wirklich besser.
Wie führe ich Erdnussbutter ein, wenn ich keine Marmelade verwenden soll?
Das war bei meinem zweiten Kind eine riesige Hürde für mich! Ihr könnt einfache, ungesüßte Erdnussbutter mit ein wenig Muttermilch, Säuglingsnahrung oder warmem Wasser verdünnen, bis sie eine suppige Konsistenz hat, und sie dann einfach in ihren morgendlichen Haferbrei rühren. Oder ihr macht es wie ich: Zermatscht einfach ein paar frische Blaubeeren oder Erdbeeren, die dann den "Marmeladen-Part" übernehmen. Das ist von Natur aus süß und sehr viel gesünder.
In welchem Alter durften deine Kinder endlich Fruchtgummis essen?
Hier bin ich wegen meiner eigenen Ängste super streng. Meine Kinder bekommen absolut nichts, was auch nur im Entferntesten an Gummibärchen oder zähe Fruchtsnacks erinnert, bis sie mindestens drei oder vier Jahre alt sind. Und selbst dann bestehe ich darauf, dass sie völlig still am Tisch sitzen, während sie kauen. Kleinkinder lieben es, beim Essen herumzurennen, und genau so verschluckt man sich.
Können diese Silikon-Beißringe in die Spülmaschine, nachdem sie in den Dreck gefallen sind?
Ja, und Gott sei Dank ist das so! Meine Kinder pfeffern ihre Beißringe ständig aus dem Kinderwagen und werfen sie zielsicher in die ekligsten Pfützen, die sie finden können. Da der Panda-Beißring aus lebensmittelechtem Silikon besteht, spüle ich den gröbsten Dreck einfach kurz im Waschbecken ab und lege ihn dann direkt in den oberen Korb der Spülmaschine. Er kommt komplett hygienisch sauber wieder heraus und ich muss nicht ewig am Spülbecken stehen und schrubben.





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