Der Verkehr auf dem Lake Shore Drive steht mal wieder komplett still. Mein Kleinkind tritt aggressiv gegen die Rückseite meines Sitzes – perfekt im Takt der wummernden Bässe aus dem Radio. Es ist dieser Track von Tommy Richman. Ihr wisst schon, welcher. Bevor ich ein Kind hatte, dachte ich bei „einer Million Dollar“ an Offshore-Bankkonten. Wenn ich jetzt meiner Tochter zusehe, wie sie in einem Kindersitz, der mehr gekostet hat als mein erstes Auto, mit dem Kopf wippt, weiß ich: Das ist gerade mal das Grundbudget, um so einen winzigen Menschen am Leben zu halten.
Früher dachte ich, Eltern, die sich über die Kosten von Windeln beschweren, wären einfach schlecht in Mathe. Dann wurde ich selbst Mutter. Auf der Kinderstation habe ich schon tausende dieser erschöpften Mütter gesehen, die geistige Akrobatik betreiben, nur um sich Pre-Nahrung und die Kita leisten zu können. Wir sitzen da und dokumentieren die Vitalwerte der Kleinen, aber man sieht die schiere finanzielle Panik in den Augen der Eltern.
Der virale Hit gegen mein Bankkonto
Wenn man nachschlägt, worum es in dem „Million Dollar Baby“-Song von Tommy Richman eigentlich geht, dann singt er über seine eigenen Ambitionen. Es geht darum, Richtig von Falsch zu unterscheiden und sich in den Bars von Virginia aus Ärger herauszuhalten. Es ist ein Ohrwurm, keine Frage. Aber der Text bekommt eine völlig neue Bedeutung, wenn man unter extremem Schlafmangel leidet und den Zinseszins für das spätere Ausbildungskonto berechnet.
Ein Kind großzuziehen fühlt sich heutzutage an wie ein endloser Kreislauf aus Geldausgeben. Es gab da vor einiger Zeit mal diese Studie, die besagte, dass es über dreihunderttausend Euro kostet, ein Kind bis zum siebzehnten Lebensjahr großzuziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei diesem Bericht die Inflation, die Kosten für Bio-Beeren und die schiere Menge an Feuchttüchern vergessen wurden, die man für einen einzigen Magen-Darm-Infekt benötigt.
Hier ist das, was euer Bankkonto tatsächlich leert, geordnet nach Schweregrad:
- Betreuungskosten: Es ist im Grunde eine zweite Miete, die man zahlt, damit man überhaupt arbeiten gehen kann, um die Betreuung zu bezahlen.
- Arztbesuche: Unsere Kinderärztin meinte, Kinder sind einfach ständig krank. Das stimmt auch, aber die ganzen Kosten für Cremes und Medikamente bei mysteriösen Ausschlägen und Ohrenentzündungen summieren sich rasend schnell.
- Verschwendetes Essen: Man kauft teure Snacks, die sie dann sofort auf den Küchenboden fallen lassen und strikt verweigern.
Also ja. Wir alle ziehen ein „Million Dollar Baby“ groß. Tommy darf auf TikTok nur darüber singen, während wir in dieser Realität leben.
Kinderärztliche Empfehlungen zu Medienkonsum
Hör mal. Die Fachverbände für Kinder- und Jugendmedizin haben viele schlaue Ansichten zum Thema Medienkonsum und Bildschirmzeit. Meine Kinderärztin hat mir gesagt, wir sollten vor dem 18. Lebensmonat null Bildschirmzeit anstreben. In der Praxis nicke ich dann immer brav, aber ich denke mir oft: Die Forscher, die diese Richtlinien schreiben, haben wahrscheinlich Nannys, die mit im Haus wohnen, und Privatköche.

Die Studienlage zur auditorischen Verarbeitung bei Säuglingen ist sowieso etwas schwammig. Ich erinnere mich dunkel an meine Pflegeausbildung, dass sehr laute Bässe ein sich entwickelndes Nervensystem überstimulieren können. Aber ganz ehrlich: Ich bin mir ziemlich sicher, dass fünf Minuten eines TikTok-Songs im Stau den Frontallappen nicht dauerhaft umprogrammieren. Wenn man nach passender Musik für Babys sucht, landet man trotzdem meist bei Simone Sommerland oder irgendeiner chaotischen YouTube-Animation, und nicht bei einem viralen Club-Track.
Wenn man sich die Lyrics von „Million Dollar Baby“ mal genau durchliest, sind das nicht gerade Kinderlieder. Sie sind nicht schrecklich, aber eben auch nicht für Kleinkinder gedacht. Es kommt etwas Slang vor und Anspielungen auf Dinge, die eher für Erwachsene sind. Es wird ihr Leben nicht ruinieren, wenn sie es beim Einkaufen im Supermarkt im Hintergrund hören, aber es sollte wahrscheinlich nicht ihr erstes Schlaflied sein.
Dinge, für die ich wirklich Geld ausgegeben habe
Da uns allen anscheinend das Geld durch die Finger rinnt, muss man seine Ausgaben priorisieren. Man kann nicht alles kaufen, was das Internet einem vorschreibt. Man muss herausfinden, was wirklich funktioniert und was einfach nur Schrott ist.
Das Zahnen ist vergleichbar mit einem Notfall auf der Intensivstation. Unmengen an Körperflüssigkeiten, plötzliches Geschrei und niemand schläft. Man braucht eine verlässliche Lösung. Ich habe den Panda-Beißring aus Silikon und Bambus gekauft, als meine Tochter ihre ersten Schneidezähne bekam. Er funktioniert wirklich. Die Textur ist strukturiert genug, um gegen die Schwellung zu helfen, fühlt sich aber nicht an wie ein billiges Hundespielzeug. Und ich kann ihn einfach in die Spülmaschine werfen, wenn er mal wieder voller Fussel vom Boden ist.
Etwa zur gleichen Zeit habe ich wegen einer gezielten Instagram-Werbung auch so einen Bubble-Tea-Beißring aus Silikon gekauft. Er ist okay. Er sieht auf Fotos süß aus. Aber ganz ehrlich: Sobald sie den Panda verstanden haben, ignorieren sie den Boba komplett. Spart euch das Geld und kauft einfach den, der auch funktioniert.
Dann ist da noch das Thema Kleidung. Babys sind im Grunde Maschinen, aus denen ständig Flüssigkeiten auslaufen, aber ihre Haut ist unglaublich dünn. Meine Kinderärztin meinte, Neurodermitis sei mittlerweile fast schon ein modernes Übergangsritual. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit den billigen synthetischen Stoffen zusammenhängt, in die wir sie stecken, auch wenn sich die Studienlage ständig ändert. Der Baby-Body aus Bio-Baumwolle mit Flügelärmeln ist eines der wenigen Kleidungsstücke, bei dem mein Kind keine trockenen Hautstellen bekommt. Der Stoff ist atmungsaktiv, und durch den amerikanischen Ausschnitt an den Schultern kann ich ihn bei einer explodierten Windel einfach nach unten über den Körper ziehen, anstatt ihn über den Kopf zerren zu müssen.
Wie man sie abseits des Internets beschäftigt
Anstatt zu versuchen, jeden Bildschirm zu verbannen und das Radio wegzuwerfen, dreht einfach die Lautstärke runter und gebt ihnen einen greifbaren Gegenstand in die Hand, wenn sie quengelig werden.

Um nicht aus Gewohnheit zum Handy zu greifen, wenn ich mal fünf Minuten brauche, um meinen lauwarmen Kaffee zu trinken, setze ich auf physische, taktile Spielsachen. Eine ganze Reihe von Dingen, die super funktionieren, findet ihr unter https://kianao.com/collections/play-gyms, falls ihr Inspiration braucht.
Wir haben den Baby-Spielebogen aus Holz bei uns im Wohnzimmer. Er leuchtet nicht, er spielt keine viralen Sounds ab und er braucht keine Batterien. Er gibt ihnen einfach etwas zum Draufschlagen und Greifen, während ihr Gehirn versucht, ein räumliches Bewusstsein zu entwickeln. Durch das Naturholz sieht mein Wohnzimmer nicht wie eine Plastik-Explosion aus – ein schöner Bonus für meine eigene mentale Gesundheit.
Die Realität der Kosten
Elternsein ist teuer. Es gibt keinen Geheimtrick, um es billig zu machen. Man lernt einfach, wo man sparen kann und an welchen Stellen es sich lohnt, in Dinge zu investieren, die einen bei Verstand halten.
Bevor ihr euch darin verliert, jedes virale Produkt aus dem Internet zu kaufen: Atmet erst mal tief durch. Schaut euch an, was ihr wirklich braucht, um die Woche zu überstehen. Klickt euch mal durch https://kianao.com/collections/baby-toys für Dinge, die nicht schon nach drei Monaten auf dem Müll landen.
Fragen, die ich oft höre
Ist es okay, wenn mein Kleinkind den Tommy Richman Song hört?
Naja, es ist ein Song über seine Ambitionen und darüber, in einer Bar abzuhängen. Die Radio-Version ist harmlos genug. Es wird ihnen nicht das Gehirn wegschmelzen, wenn sie es im Auto hören, aber besonders pädagogisch wertvoll ist es eben auch nicht. Lasst einfach den Bass leise, damit ihr ihre kleinen Trommelfelle nicht ruiniert, Leute.
Warum fühlt es sich so unglaublich teuer an, ein Kind großzuziehen?
Weil es so ist. Zwischen den Wucherpreisen der Konzerne für Pre-Nahrung und der Tatsache, dass die Kita in den meisten Städten mehr kostet als die Miete, haben wir einfach echt schlechte Karten. Ihr macht nichts falsch. Die Rechnung geht aktuell einfach wirklich nicht zu unseren Gunsten auf.
Wie verhindere ich, dass mein Kind bildschirmsüchtig wird?
Man kann es nicht völlig verhindern, man muss einfach einen Umgang damit finden. Meine Kinderärztin tut so, als könnten wir komplett auf Bildschirme verzichten, aber ich lebe in der echten Welt. Ich versuche einfach, immer zuerst physische Spielsachen wie Holzklötze oder einen Spielebogen anzubieten. Wenn sie mit ihren Händen beschäftigt sind, vergessen sie das Handy meistens.
Ist Bio-Baumwolle wirklich so wichtig oder nur reine Geldmacherei?
Ich dachte immer, es sei Geldmacherei – bis ich drei Nächte lang wach lag mit einem Baby, das sein Ekzem blutig gekratzt hat. Synthetische Stoffe stauen Hitze und Feuchtigkeit. Bio-Baumwolle atmet. Wenn euer Kind perfekte Haut hat, kauft, was ihr wollt. Wenn es empfindliche Haut hat, macht das Bio-Zeug ehrlich gesagt einen Riesenunterschied.
Wann sollte ich anfangen, Beißringe zu benutzen?
Sobald sie anfangen, sich die ganze Faust in den Mund zu schieben und drei Lätzchen pro Stunde vollzusabbern. Das ist meistens so im Alter von vier bis sechs Monaten. Zerbrecht euch nicht den Kopf über genaue Zeitpläne. Habt einfach einen parat im Kühlschrank, bevor das Geschrei losgeht.





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